20 Fragen…

… an die FRS

 

Ich interessiere mich für die Freie Reformschule Speyer.

1. Wie kann ich die Schule besser kennen lernen?

Informationsabend:

Informationsabende finden alle 2-3 Monate statt und fokussieren auf das pädagogische Konzept unserer Schule. Von schulischer Seite nehmen i.d.R. teil: Vertreter des Lehrerteams, Mitglieder des Vorstandes und Elternsprecher.

Tag der Offenen Tür:

Zwei Mal im Jahr können Sie unsere Schule in voller Aktion erleben.

Darüber hinaus organisieren wir gelegentlich Vorträge und beteiligen uns an lokalen Veranstaltungen, zu denen Interessierte herzlich eingeladen sind. Die Termine zu unseren Veranstaltungen werden öffentlich bekanntgemacht. Alternativ oder zusätzlich können Sie auch gerne einen direkten Termin mit uns vereinbaren.

2. Welchen Status hat die Schule?
Wir sind eine staatlich anerkannte Grundschule in freier Trägerschaft.

3. Wer ist Schulträger?
Schulträger ist der „Elterninitiative Freie Reformschule Speyer e.V.“ Unser Verein steht allen Interessierten offen. Er ist als gemeinnützig anerkannt. Näheres unter Trägerverein und Vorstand.

4. Was kostet die Schule?
Da die Zuschüsse des Landes nur einen Teil unserer Personalkosten abdecken, ist die Freie Reformschule Speyer auf eigene Mittel und damit insbesondere finanzielle Zuwendungen von Eltern und Verwandten sowie Zuwendungen von Unternehmen und anderen Förderern angewiesen. Der Schule ist des Weiteren von den Eltern bei Eintritt des Kindes ein unverzinsliches Elterndarlehen zu gewähren, welches aber zurückerstattet wird, nachdem das Kind die Schule absolviert hat. Das Entgelt für das Mittagessen beträgt derzeit 49 € pro Monat (inkl. einer wöchentlichen Obst- und Gemüsekiste sowie Tee und Wasser). Hinzu kommen die üblichen Ausgaben für Klassenfahrten und -ausflüge und ähnliche Aktivitäten. Weitere Informationen unter Praktisches >> Finanzierung.

5. Welche Lerninhalte/Lernziele gibt es an der FRS?
Grundlage für die Lerninhalte und Lernziele bilden staatliche Lehr- und Rahmenpläne für rheinlandpfälzische Grund- und Hauptschulen, angereichert durch reformpädagogische Inhalte. Näheres siehe unter Konzept.

6. Wie viele Kinder/Lerngruppen gibt es an der FRS?
Wir unterrichten derzeit insgesamt 33 Kinder in zwei jahrgangsgemischten Lerngruppen.

7. Können Kinder auch unterjährig aufgenommen werden?
Im Rahmen unserer Aufnahmekapazität: grundsätzlich ja. Dies gilt sowohl für Vorschulkinder (bei entsprechender Schulreife) als auch für Quereinsteiger.

8. Gibt es Aufnahmebedingungen?
Für die erste Klasse gilt (auch bei unterjähriger Aufnahme): Das Kind muss schulreif sein und darf keinen Förderbedarf haben, da wir keine Förderlehrer beschäftigen.

Für alle Jahrgängen gilt: Um die lebendige und harmonische Atmosphäre unserer Schule zu erhalten und sie weiter zu entwickeln, achtet unser Auswahlgremium auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung von Jungen und Mädchen sowie ausgewogenes Verhältnis des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder.

Ein Schuleintritt des Kindes erfordert gleichzeitig die Bereitschaft der Eltern zur Mitarbeit. Denn die Schule – gegründet als Elterninitiative – ist für ihr Funktionieren und ihre Weiterentwicklung auf das Engagement der Eltern angewiesen. Daher wird grundsätzlich ein Aufnahmegespräch mit den Eltern geführt. Darüber hinaus empfehlen wir eine Hospitation der Kinder an unserer Schule. Näheres zum Aufnahmeverfahren siehe unter Aufnahme.

9. Wie sieht die Elternarbeit aus?
Zum Teil beruhen die Kriterien zur Mitarbeit auf gesetzlichen Regelungen, zum anderen sind sie Ausdruck des pädagogischen Anspruchs und Konzepts unserer Schule. Wir erwarten die Teilnahme an den regelmäßigen Elternabenden sowie an weiteren wichtigen Veranstaltungen. Daneben verpflichten sich die Eltern zur Erbringung bestimmter Dienste, die in jedem Schuljahr neu gemeinsam festgelegt werden. Darüber hinaus ermöglichen wir Eltern die aktive Mitwirkung am Unterricht. Näheres unter Mitgestaltung durch die Eltern.

10. Wo erhalte ich die Anmeldeunterlagen?
Bei der Schulverwaltung oder bei unseren Tagen der offenen Tür bzw. Infoabenden. Die Termine unserer Veranstaltungen werden öffentlich bekannt gemacht, auch hier auf unserer Homepage.

11. Wie sind die Erfahrungen beim Wechsel in eine Regelschule?

Der Wechsel auf die weiterführenden Schulen stellt nach unseren bisherigen Erfahrungen im Normalfall für Reformschüler kein größeres Problem als für die Absolventen von Regel-Grundschulen dar. Gerne stellen wir auf Anfrage den Kontakt zu Eltern von ehemaligen Schülern her.

12. Sind Hochbegabte an der Freien Reformschule Speyer richtig aufgehoben?
Unser Ansatz der individuellen Förderung aller Kinder kommt nicht zuletzt Hochbegabten sehr entgegen. Seit Gründung der Schule haben bereits mehrere Kinder mit überdurchschnittlichen sowie Hoch-Begabungen unsere Schule besucht. Sofern die entsprechenden Aufnahmekriterien in fachlicher und sozialer Hinsicht erfüllt werden, besteht die Möglichkeit eines vorzeitigen Übergangs zu einer weiterführenden Schule.

13. Gibt es einen Stundenplan?

Wir kennen keinen festen 45-Minuten-Takt. Gleichwohl gibt es auch an der Freien Reformschule Speyer einen „Stundenplan“, der vom Lehrerteam allerdings flexibel umgesetzt werden darf. Näheres unter Schulalltag.

14. Fallen nach der Schule oder am Wochenende noch Hausaufgaben an?

Normalerweise nicht. In erfahrungsgemäß seltenen Einzelfällen müssen (oder wollen) Kinder am Wochenende Aufgaben nachholen, die sie unter der Woche im Rahmen des Wochenplans nicht erledigt haben. Näheres unter Keine Hausaufgaben.

15. Wird an der Freien Reformschule Speyer auch Religions- und/oder Ethikunterricht erteilt?

An unserer Schule gibt es keinen konfessionsgebundenen Religionsunterricht. Ethik wird nicht als gesondertes Fach unterrichtet, sondern fließt in den Alltag und den fächerübergreifenden Unterricht ein. So werden zum Beispiel die „typischen“ religiösen Feste verschiedenster Glaubensrichtungen integriert: Neben Weihnachten, Ostern und Pfingsten erfahren die Kinder auch, was es mit der Fastenzeit und dem Opferfest im Islam auf sich hat oder was es heißt, koscheres Essen zu sich zu nehmen. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Religionen herausgearbeitet und offen darüber gesprochen. Hierfür werden ggf. auch die Erfahrungen der Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund in den Unterricht eingebunden.

16. Gibt es Mittagessen an der Schule?

Die Kinder essen montags bis donnerstags in der Schule, im Sommerhalbjahr ist montags bei ganztägigen Waldtagen Proviant für die Mittagsvesper von zu Hause in den Wald mitzugeben. Das Mittagessen in der Schule beziehen wir von einem Caterer. Näheres siehe unter Verpflegung.

17. Wie sieht das soziale Leben meines Kindes aus, wenn es so lange in der Schule ist?

Die Freie Reformschule Speyer versteht sich als Lern- und Lebensraum und „Gesellschaft im Kleinen“ und strebt ein harmonisches Miteinander von Lehrern, Schulverwaltung, Schülern und Eltern an. Der Zusammenhalt unserer Lerngruppen ist erfahrungsgemäß sehr groß. Während der Schulzeit erhalten die Kinder so viele Anregungen, dass ihnen nicht langweilig wird. Da nach Schulschluss um 15:30 Uhr – 13 Uhr an den Freitagen – keine Hausaufgaben mehr zu erledigen sind, haben die Kinder noch ausreichend Zeit für das Zusammensein in der Familie, individuelle Hobbies und Freunde außerhalb der Schule.

18. Wodurch unterscheidet sich eine verbindliche Ganztagsschule von anderen Ganztagsschulen?

An den meisten Ganztagsschulen nehmen nicht alle Kinder der Schule das Ganztagesangebot wahr. Daher findet der Unterricht ausschließlich vormittags statt, während nachmittags lediglich eine Betreuung (Hausaufgaben, AGs) angeboten wird, wofür allerdings ebenfalls Schulpflicht gilt. In einer verbindlichen Ganztagsschule ist das anders: Alle Kinder sind den ganzen Tag da und das pädagogische Angebot wird kindgerecht auf den ganzen Tag verteilt (sog. rhythmisierter Unterricht). Näheres dazu unter Verbindliche Ganztagsschule.

19. Warum werden Aufnahmegespräche geführt?

Die Aufnahme neuer Kinder ist ein wichtiger Prozess für unsere Schule. Wir nehmen dabei nicht nur die Kinder auf, sondern gewissermaßen auch die ganze Familie. Ob die Eltern oder andere Angehörige regelmäßig die Elternabende besuchen, ihre Dienste zuverlässig leisten, sich an Diskussionen beteiligen und teilweise auch bereit sind, darüber hinaus in den verschiedenen Ämtern Verantwortung zu übernehmen – davon hängt es maßgeblich ab, ob unsere Schule auch künftig funktioniert. In den Aufnahmegesprächen wollen wir daher die potentiellen neuen Eltern kennen lernen. Von der Schulseite nehmen im Regelfall die Schulleitung sowie ein Vertreter des Trägervereins an dem Gespräch teil. Wir erwarten, dass beide Elternteile bzw. alle Erziehungsberechtigten zu dem Gespräch kommen. Um ein gutes Gespräch auch über beispielsweise den Erziehungsstil führen zu können, ist es wichtig, dass die Kinder NICHT dabei sind. Im Gespräch muss geklärt werden, ob beide Eltern das Konzept der Schule kennen und dahinter stehen. Wichtig ist auch, ob sie in der Lage sind, ihren Beitrag für die Schule zu leisten. Ebenfalls muss darüber gesprochen werden, ob das Kind besonderen Förderbedarf hat. Die Schule ist darauf angewiesen, dass die Eltern bei diesen Fragen offen und ehrlich antworten. Die Schule kann nur auf Basis gegenseitigen Vertrauens bestehen. Ist dieses nicht gegeben, kann das unter Umständen auch nach Vertragsabschluss ein Grund sein, sich zu trennen. Näheres zum Aufnahmeverfahren unter Aufnahme.

20. Bietet die Freie Reformschule Speyer auch eine Betreuung während der Schulferien an?

Eine Betreuung während eines Teils der Schulferien wird momentan nicht organisiert.

Wenn sich abzeichnet, dass ausreichend viele Kinder daran teilnehmen werden, könnte über eine Eltern AG eine Betreuung organisiert werden.